Bernhard Sander unser OB Kandidat für Wuppertal

Wie politisch ist Wissenschaft?

Bernhard1 KopieFoto: B. SanderWieder ist in der Presse thematisiert worden, dass der Oberbürgermeister-Kandidat von Grünen und CDU, Professor Schneidewind, an einer Publikation des ehemalige „Wirtschaftswoche“-Chefredakteur Roland Tichy mitgewirkt hat.

Tichy betreibt unter anderem eine Internetseite, der rechtspopulistische Tendenzen vorgeworfen werden.  Die Argumentationslinie von Professor Schneidewind ist mehr als fragwürdig.

Als Bewerber von Grünen und CDU für das Amt des Oberbürgermeisters ist Prof. Schneidewind nicht Teilnehmer in einem wissenschaftlichen Diskurs um das bessere Argument, sondern er positioniert in der Zeit seiner Kandidatur als Politiker. Er positioniert sich in einem politischen Feld, das andere  abgesteckt haben. Roland Tichy, seine Internet-Seite und die Ludwig-Erhard-Stiftung haben für dieses Feld eine Türhüterfunktion zwischen konservativ-liberalen Euro-Kritikern und völkisch-nationalistischen Positionen und Autoren. Sein Mitwirken wertet letztere auf, auch wenn Prof. Schneidewind sich einbildet: „Mit der Publikation unterstütze ich in keiner Weise die Ansichten von Herrn Tichy“. Sollte sich Prof. Schneidewind dessen nicht bewusst sein, nährt das Zweifel an seiner politischen Kompetenz.

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Als Oberbürgermeisterkandidat bewegt  sich Prof. Schneidewind in einem noch konkreteren politischen Feld. In Wuppertal wird die Gemeinschaftspublikation in Tichys Stiftung in einem Zusammenhang gesehen mit der öffentlichen Diskussion um die Vermietung der Stadthalle an die AFD und die Auftritte von AFD-Funktionären bei Wahlpodien. Wenn er diese Tatsachen der jüngsten Vergangenheit in der Stadt nicht kennt oder beiseite schiebt, dass ein Teil der Wuppertaler Bevölkerung sehr sensibel für jede Konzession gegenüber rechtspopulistischen Positionen ist, nährt das Zweifel an seiner politischen Kompetenz.

Sein Hinweis, es „finden sich viele weitere Aufsätze etablierter Ökonomen sowie anerkannter Umweltforscher“ in derselben Publikation der Ludwig-Erhard-Stiftung, ist ungefähr so überzeugend wie die Verteidigung eines Autofahrers in der Radarkontrolle, hier würde sich ja ohnehin kaum jemand an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Zu den Autoren gehören neben Tichy unter anderem der Grüne Boris Palmer, Hans-Werner Sinn, Hubertus Knabe.

Prof. Schneidewind wird zwar bei künftigen Veröffentlichungen "intensiv abwägen", was er tun will. Aber zur Forderung der VVN, den Artikel bei Tichy zurückzuziehen, gibt er keine Antwort.

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