Kreisverband Wuppertal

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10. Kultur macht unser Leben reicher

DIE LINKE hat die richtungsweisenden Entscheidungen für das Pina-Bausch- Tanz-Zentrum (Erhalt des Schauspielgebäudes) und des Opernensembles zusammen mit der engagierten Kulturgemeinde erkämpft bzw. mitgetragen. DIE LINKE hat die Erhöhung der Etatansätze für die Freie Kunst- und Kulturszene unterstützt.

Bei der Auswahl des Leitungspersonals der künstlerischen Einrichtungen der Stadt hat die Selbstherrlichkeit und Hinterzimmer-Politik der Stadtspitze zu einer Reihe bedauerlicher Fehlentscheidungen geführt. Dieses Versagen kostet den städtischen Haushalt viel Geld, das unnütz für neuerliche Auswahlverfahren (Museum), Abfindungen (Schauspiel), Rechtshändel (1,5 Millionen Euro im Tanztheaterstreit) ausgegeben wird.

Diese Kosten sollen durch „Sanierungsbeiträge“ der kommunalen Kulturbetriebe für den städtischen Haushalt wieder eingenommen werden. Dabei werden Preise verlangt, die für ein Drittel der Bevölkerung nicht mehr bezahlbar sind (Zoo-Eintritt für Erwachsene 17,50 Euro). In der Musikschule werden akademisch ausgebildete Fachkräfte in prekären Verträgen mit Hungerlöhnen abgegolten.

Kultur - Bühne frei für alle Bürger

Mit kultureller Teilhabe ist eine umfassend inklusive Kultur für alle Menschen gemeint. Teilhabe an Kultur heißt nicht nur preiswerte Theater- oder Konzertkarten, sondern fordert die Bürger*innen auch auf, selbst aktiv werden zu können, ihr eigenes kreatives Potential entdecken und entwickeln zu können, unabhängig von Bildung und Einkommen. Kultur bietet einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung. Kulturelle Angebote müssen für Menschen aller Altersgruppen zugänglich sein – unabhängig von ihrer sozialen Lage, einer Beeinträchtigung oder ihrer ethnischen Herkunft. Sozio- und Stadtteilkultur bedeutet gesellschaftlichen Zusammenhalt, ist insofern ein Treffpunkt der Generationen, Grundlage für gelebte Demokratie und das soziale Miteinander in unserer Stadt.

DIE LINKE will die Mitmach-Kultur fördern durch:

* gute finanzielle Ausstattung der Kooperation von Schulen mit Kulturschaffenden.

* eine verbesserte Kooperation zwischen verschiedenen Stadtteilen und Quartieren und den Austausch zwischen den Künstlern.

* die Erschließung bestehender Räume für innovative Kultur, die Ermöglichung subkultureller Veranstaltungen und Experimentierräume für Kreative und Unterstützung  durch einen gesicherten finanziellen Rahmen.

DIE LINKE will Kultur populär machen:

* Wenn wir es schaffen, unsere Bürger*innen für Kultur und zum Mitmachen zu begeistern, können wir neue Besucherströme erschließen. Erfahrungsgemäß ziehen diese weiteren Besucher an.

DIE LINKE fordert:

* freien Eintritt in Theater und Oper für Inhaber*innen des Wupperpasses.

* gebührenfreie musische Förderung von Kindern von Leistungsbezieher*innen über das Bildungs- und Teilhabe-Paket.

* Frauenförderung bei der Vergabe von Projekt‐ und Fördermitteln zu gewährleisten und damit mehr Frauen für kulturelle Projekte und mehr Vielfalt zu gewinnen.

* die schrittweise Verbesserung der Barrierefreiheit in Kultureinrichtungen.

DIE LINKE fordert für die kommende Ratsperiode:

* die Trägerschaft des Tanzzentrums in einer demokratischen und transparenten Weise zu entwickeln, an der sich alle beteiligen können.

* Auch die Trägerschaft selbst sollte insbesondere beim Bürgerforum Wupperbogen für alle offen sein, die sich als Organisation oder Einzelperson beteiligen wollen. (Der Einfluss darf nicht an der finanziellen Beteiligung bemessen werden).

* ein „Parlament der freien Szene“ in Kunst und Kultur, das den Kulturausschuss berät und über eine Repräsentation Sitz und Stimme als sachkundige Bürger im Kulturausschuss hat. Arbeitsweise und Rechte sollten in ähnlicher Weise wie der Integrationsrat, der Seniorenbeirat usw. funktionieren und allen offenstehen.

* keine weiteren Preis-Erhöhungen bei kommunalen Einrichtungen für Hartz-IV-Empfänger und Wupperpass-Inhaber*innen. Für ALLE: Einmal jährlich einen Tag kostenlosen Eintritt für sämtliche städtische Kultureinrichtungen (Museen, Zoo und Schwimmbäder). Die verschiedenen Kultureinrichtungen sollten dieses Angebot an unterschiedlichen Tagen ermöglichen.

* DIE LINKE begrüßt den Erhalt der Gebäude des Schauspielhauses durch die Einrichtung des Pina-Bausch-Tanzzentrums. Die Betriebskosten sollen anteilig von Land und der Stadt Wuppertal getragen werden, da sie diese Einrichtung wollen und finanzieren. Sollte ein Partner seinen Anteil nicht aufbringen, erwarten wir, dass nur so viel zusätzlich von der Stadt Wuppertal aufgebracht wird, wie auch in den sozialen Bereich mehr investiert wird.

* die Umwandlung der Honorarstellen bei der Musikschule und anderen Kultureinrichtungen in feste Stellen für die, die das wollen, und Erhöhung der Honorare für die anderen.

* In besonderen Gefährdungslagen setzt DIE LINKE sich dafür ein, dass die Stadt das bestehende Angebot an Kultureinrichtungen und – orten erhält. Dies gilt z. B. für den vom Verkauf an einen privaten Investor bedrohten Standort Wiesenstraße.

Kontakt:
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